HSG verschläft erste Hälfte - 12:16 in Borssum

Nach intensiven Training in den Wochen nach dem mäßigen Spiel in Völlenerfehn sollte das Pokalspiel gegen Borssum als Trainingseinheit und Standortbestimmung vor dem Gipfeltreffen gegen Münkeboe fungieren.
Jedoch erwies sich das Spiel als Kampfspiel im wahrsten Sinne des Wortes. So musste die HSG zuerst einmal gegen einen sehr druckvollen und beweglichen Gegner kämpfen, dann aber auch gegen das erneut schwache Schiedsrichtergespann aus Münkeboe und zu guter Letzt gegen den eigenen Schlendrian.
Während man den aussichtslosen Kampf gegen die Schiedsrichterleistung erst gar nicht aufnahm und mit bewundernswerten Gleichmut alles schluckte, was an Merkwürdigkeiten gepfiffen wurde, so erwies sich der Kampf gegen sich selbst als der härteste.

Erschreckend war dabei weniger die anfangs noch sehr zahnlose Offensivleistung, sondern vielmehr das phlegmatische und absolut körperlose Defensivverhalten, bei dem mehr begleitet als bekämpft wurde.
So ging man nach einer frustrierenden ersten Hälfte über ein 1:6 und ein 3:12 schließlich mit 5:12 in die Kabine, in der einige Dinge klar angesprochen wurden.

Nach dem Wiederanpfiff trafen dennoch zuerst einmal erneut die Gastgeberinnen zur schnellen 14:5 Führung, ehe die HSG, die nun Antje Siefken auf die halblinke Position beordert hatte, so langsam Spiel und Gegner annahm.

Von nun an zeigte die ersatzgeschwächte HSG eine engagierte und spielerisch zunehmend ansprechendere Leistung, während Borssum zunehmend mit sich selbst haderte.

Gegen die nun gut arbeitende Abwehr gelang den Hausherrinnen lediglich noch zwei Treffer, nicht zuletzt auch Dank einer stark haltenden Torfrau Marion Raske, während sich vorne Claudia Fädrich als Rechtsaußen als überaus treffsicher erwies.

Aber auch Hille Kreymborg Weber erwies sich mit ihrer Spielübersicht und ihrem Zweikampfverhalten als Gewinn für die HSG.

Am Ende musste sich die HSG aufgrund der Versäumnisse in der ersten Hälfte mit 12:16 geschlagen geben, die Leistung im zweiten Spielabschnitt macht aber Mut für das kommende Spiel gegen Münkeboe.

Es spielten:
Marion Raske, Sonja Rätsch; Claudia Fädrich (3/4), Karin Sleeper (-/1), Ulli Schürmann (2/9), Kerstin Gröger (2/19), Martina Kohn (-), Martina Hieronimus (-/2); Antje Siefken (3/8), Hille Kreymborg-Weber (1/1), Cerstin Gronewold (1/1)